OCC finalisiert GENIUS-Act-Regeln für Stablecoins, gültig ab 18. Januar 2027

Die Regel legt Reserve-, Rücknahme-, Kapital- und Prüfungsanforderungen für Emittenten von Zahlungs-Stablecoins unter OCC-Aufsicht fest.

REGULATIONSTABLECOINS & CBDC

Lukas Brenner

10/21/20261 min lesen

grey concrete building
grey concrete building

Das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat am 21. Oktober eine finale Regel zur Umsetzung des GENIUS Act veröffentlicht, des US-Bundesgesetzes für Zahlungs-Stablecoins. Sie gilt für zugelassene Stablecoin-Emittenten und ausländische Emittenten unter OCC-Zuständigkeit sowie für bestimmte Verwahrtätigkeiten beaufsichtigter Institute. Regel und Gesetz treten am 18. Januar 2027 in Kraft.

Reserven dürfen nur aus festgelegten Vermögenswerten bestehen, darunter Bargeld, Einlagen bei versicherten Banken, US-Staatsanleihen mit höchstens 93 Tagen Restlaufzeit, Overnight-Repos und staatliche Geldmarktfonds. Die tägliche Liquiditätsanforderung liegt bei 5 Prozent statt der im März vorgeschlagenen 10 Prozent, das Engagement gegenüber einer einzelnen Gegenpartei ist auf 40 Prozent der Reserven begrenzt. Rücknahmen müssen binnen zwei Geschäftstagen erfolgen, das Mindestkapital beträgt 5 Mio. $.

Emittenten werden mindestens alle zwölf Monate umfassend geprüft, melden ab dem 25. Januar 2027 wöchentlich vertraulich an die Aufsicht und legen die Zusammensetzung ihrer Reserven monatlich offen. Vorgaben zu Geldwäsche, Bank Secrecy Act und Sanktionen fehlen noch und sollen in einem separaten Verfahren mit dem Finanzministerium folgen. Wann Anträge angenommen werden, will das OCC gesondert bekanntgeben.

Quelle: OCC, Forbes.

CoinShark Media

Unabhängige Nachrichten zu Krypto, Web3 und Fintech seit 2017.

E-Mail

info@thecoinshark.com

© 2017–2026 CoinShark Media. Alle Rechte vorbehalten.