Bithumb: Datenleck legt persönliche Daten von 844 Kunden offen

Die südkoreanische Börse Bithumb meldet nach einem Einbruch in ihre interne Groupware offengelegte Daten von 844 Kunden, darunter Ausweis- und Kontonummern.

EXCHANGESSECURITY & HACKSNEWS

Hana Kimura

10/29/20261 min lesen

Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat am 29. Oktober mitgeteilt, dass bei einem Einbruch in ein internes Kollaborationswerkzeug persönliche Daten von 844 Kunden offengelegt wurden. Insgesamt lagen Daten von 6.444 Kunden in Dateien, auf die der Angreifer Zugriff hatte, berichten Bloomingbit und Forklog.

Der Angreifer drang am 27. Oktober zwischen 11:28 und 12:27 Uhr Ortszeit in DaouOffice ein, eine mobile Groupware-App, die Mitarbeiter für Nachrichten und Dateiaustausch nutzen. Das Sicherheitsteam bemerkte um 12:14 Uhr verdächtige Aktivitäten, schaltete das System ab und arbeitete mit dem Entwickler Daou Technology an Korrekturen, so Forklog. Die Daten der übrigen 5.600 Kunden lagen in verschlüsselten, DRM-geschützten Dateien, die außerhalb des Unternehmens nicht geöffnet werden können. Betroffen sind zudem Angaben zu 715 Beschäftigten und Mitarbeitern von Partnerfirmen.

Je nach Kunde umfassen die Daten Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Einwohnermeldenummern, Führerscheinnummern, Bankkontonummern und Kopien von Ausweisdokumenten. Laut Forklog hatten Mitarbeiter Kundendaten in Arbeitsdateien auf der Plattform abgelegt.

Nach Angaben von Bithumb ist die Groupware von Handelssystemen, Börsenkonten und Kundenvermögensdaten getrennt; Hinweise auf einen Einbruch dort gebe es nicht. Ein Diebstahl von Geldern wurde nicht gemeldet. CEO Lee Jae-won entschuldigte sich bei den Kunden. Die Börse informiert Betroffene einzeln, bietet eine Abfrage auf ihrer Website an, überprüft die Sicherheit ihrer gesamten internen Infrastruktur und sagt Entschädigung zu, falls Folgeschäden festgestellt werden.

Teil einer größeren Angriffswelle

Die Meldung fällt in eine Phase, in der die südkoreanische Finanzaufsicht FSS eine Reihe von Einbrüchen bei Finanzfirmen untersucht. Bei Daishin Securities sind persönliche und Kreditdaten von 38.490 Kunden abgeflossen, auch Einheiten von Mirae Asset meldeten Vorfälle, berichten Bitcoin.com News und CoinMarketCap. FSS-Gouverneur Lee Chan-jin warnte, KI-Werkzeuge machten es Angreifern leichter, Sicherheitslücken aufzuspüren.

Durchgesickerte Ausweisdokumente und Bankdaten erhöhen das Risiko gezielter Phishing-Angriffe auf Börsennutzer, das ist für die Betroffenen kurzfristig die größte Sorge. Bithumb, die zweitgrößte Börse des Landes, strebt für 2028 einen Börsengang an.

Quelle: Bloomingbit, Forklog, Bitcoin.com News, CoinMarketCap

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