Binance-Hack: Abu Dhabis FSRA beobachtet, FBI ermittelt mit
Die FSRA in Abu Dhabi steht nach dem 6,3-Mrd.-$-Hack in engem Austausch mit Binance. FBI und US Secret Service unterstützen laut Reuters die Ermittlungen.
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Lukas Brenner
10/30/20262 min lesen


Die Finanzaufsicht von Abu Dhabi, die Financial Services Regulatory Authority (FSRA), hat am 30. Oktober erklärt, sie sei über den Sicherheitsvorfall bei Binance mit unautorisierten Abhebungen von Vermögenswerten informiert, stehe in engem Austausch mit der Börse und beobachte die Lage. Das berichten Gulf News und Khaleej Times.
Die FSRA, die das Finanzzentrum Abu Dhabi Global Market beaufsichtigt, nannte den Schutz von Kunden sowie faire und geordnete Märkte als ihre Prioritäten. Weitere Details oder Maßnahmen gab sie nicht bekannt. Binance verfügt in der Freihandelszone über FSRA-Lizenzen für Börse, Clearing und Verwahrung sowie Broker-Dealer-Geschäft und wollte dort laut einem früheren Bericht von Cryptopolitan am 5. Januar 2026 den regulierten Betrieb aufnehmen.
In den USA arbeiten das FBI und der US Secret Service mit Binance an der Aufklärung, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am 30. Oktober Reuters. Die US-Botschaft in London wollte sich nicht äußern, der Secret Service reagierte auf eine Anfrage außerhalb der US-Geschäftszeiten nicht. Circle erklärte, das Einfrieren von mehr als 800 Mio. $ in USDC sei in Abstimmung mit Strafverfolgungsbehörden erfolgt; Binance kooperiert nach eigenen Angaben mit den Behörden, um Gelder aufzuspüren und zurückzuholen.
Nordkorea im Fokus
Die Blockchain-Analysefirmen TRM Labs und Chainalysis ordnen den Angriff TraderTraitor zu, einer nordkoreanischen Hackereinheit. Das FBI hatte derselben Gruppe den Diebstahl von 1,5 Mrd. $ bei Bybit im Februar 2025 zugeschrieben. Nordkoreas Vertretung in Genf und seine Botschaft in China reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters; Pjöngjang bestreitet solche Diebstähle regelmäßig.
Darüber hinaus fielen offizielle Reaktionen bislang verhalten aus. In der Berichterstattung von Reuters, CoinDesk und Forbes vom 30. Oktober fanden sich keine Stellungnahmen von US-Marktaufsehern oder Abgeordneten zu dem Vorfall. Cristiano Ventricelli, Vice President bei Moody's Ratings, sagte Reuters, die Folgen für Kreditqualität und Branche hingen von den endgültigen Verlusten ab. OKX-Gründer Star Xu rief Börsenchefs laut CoinDesk zu gemeinsamen Schritten auf, etwa zusätzlichen Prüfungen und kurzen Verzögerungen bei großen Auszahlungen an unbekannte Adressen sowie schnelleren rechtmäßigen Sperren gemeinsam mit Stablecoin-Emittenten.
Der Fall lenkt den Blick auch auf die Compliance-Vergangenheit von Binance: Gründer Changpeng Zhao hatte sich 2023 in einem Verfahren wegen Mängeln bei der Geldwäscheprävention schuldig bekannt und wurde 2025 von Präsident Donald Trump begnadigt. Binance hat nach Abschluss der Untersuchung einen ausführlichen technischen Bericht angekündigt.
Quelle: Gulf News, Khaleej Times, Reuters, CoinDesk
